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Fragen & Antworten

Schmerzt die Behandlung?
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Schmerzempfinden. Manche spüren bei der Permanent Make up (PMU) Behandlung nur ein leichtes Pieksen (ähnlich des Augenbrauenzupfens), andere empfinden eine Pigmentierung als verstärkt unangenehm oder schmerzvoll. Um jede Pigmentierung angenehmer zu gestalten, appliziere ich vor jeder Behandlung ein geprüftes Lokalanästhetika in Form einer Crème, welches das Schmerzempfinden auf ein Minimum reduziert. Das Schmerzempfinden kann durch Einflüsse wie Menstruation, Schlafdefizit, Stress, oder auch übermässigen Kaffee- oder Alkoholgenuss unmittelbar vor der Behandlung, erhöht sein.


Was ist der Unterschied zum Tätowieren?
Der hauptsächliche Unterschied liegt in der Implantationstiefe und in der Zusammensetzung der Farbpigmente. Ein Permanent make up ist die schonungsvollere Methode. Die Permanent Make up Farben unterscheiden sich von den Tattoo Farben hauptsächlich durch die Farbintensität. Tattoo Farben sind viel greller, intensiver und brillanter. Es gibt eine enorm grosse Auswahl an Farben; von Pink über Gelb bis zu Hellblau. Da es bei einer PMU-Behandlung jedoch um die Betonung der natürlichen Schönheit geht, sind solche Farben nicht geeignet. Hier bewegen wir uns im Bereich der natürlicheren Farben, wie zum Beispiel verschiedene Abstufungen von Brauntönen für die Augenbrauen, Rottöne in verschiedenen Nuancen für die Lippen und Schwarz für die Augenlider.


Was ist der Unterschied zwischen Conture Make up und Permanent Make up?
Das Permanent Make up hat im Laufe seiner über 20-jährigen Entwicklung verschiedene Namen bekommen (z. B. Conture Make up, Ri-soft / Microlining, Microblading etc.), wobei jede Firma lediglich mit einer anderen Marketingstrategie wirbt. Die einen mit ihrer besonders schonenden Methode, die anderen mit ihren für Allergiker geeigneten Farben. Im Grunde ist es aber immer dasselbe Prinzip; es werden Mikropigmente unter die Haut gebracht.


Kann man mit Permanent Make up auch Narben retuschieren?
Neben dem kosmetischen PMU gibt es das medizinische PMU. Mit Pigmentierfarben in Hauttönen ist das Retuschieren von Narben möglich. Sogar bei Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) kann die betroffene Haut dem umgebenden Hautton angepasst werden. Ferner können der Brustvorhof und die Brustwarze nach einer krebsbedingten Entfernung der Brust optisch wieder hergestellt werden (Mammillen Pigmentierung). Selbst eine Mund-Kiefer-Gaumenspalte (Hasenscharte) kann durch eine Narbenretuschierung mit zusätzlicher Lippenkorrektur und Unterspritzung enorm kaschiert werden.

Nach Operationen, Folgen von Unfällen und Krankheiten, kann das Aussehen positiv verändert werden. Durch eine Camouflage-, und Rekonvaleszenz-Pigmentierung kann eine sichtbare/spürbare Steigerung der Lebensqualität erzielt werden. Die Langzeitbeobachtung der so genannten Conture Make up Methode hat bislang keinerlei Nebenwirkungen gezeigt. Die Befürwortung der Medizinischen Feinstpigmentierung durch zahlreiche Ärzte (Anzahl steigend) ist eine logische Folge der nachgewiesenen Erfahrungen. Ich behandle hauptsächlich Narben nach Unfällen, Verbrennungen, Operationen; partieller oder totaler Verlust von Augenbrauen, Wimpern, Ober- oder Unterlippe, nach plastischer Rekonstruktion; nach Hauttransplantation; Narbenstränge an Transplantations-Peripherien oder Lappenrändern.


Wie ist die Haltbarkeit eines Permanent Make up?
Da das Permanent Make up im Allgemeinen forthaltendem Tageslicht ausgesetzt ist, zersetzen sich die Farbstoffe unter dem UV-Anteil des Sonnenlichts deutlich schneller als diejenigen einer Tätowierung, da diese in der Regel nicht einem ständigen Lichteinfall ausgesetzt sind. Das Permanent Make up verblasst nach einiger Zeit und verändert dabei auch seine ursprüngliche Farbe. Die Haltbarkeit beträgt in der Regel 1 - 3 Jahre; je nach Hautbeschaffenheit und Alter der Kundin/des Kunden (Stoffwechsel - je jünger die Haut, desto besser ist der Stoffwechsel und desto schneller erneuern sich die Hautschichten). Für ein anhaltend schönes Resultat wird ein regelmässiges Auffrischen zwischen 12 bis 24 Monaten empfohlen.


Was sind Kontraindikationen?
Als Vorsichtsmassnahme wird die Kundin/der Kunde vor jeder Behandlung nach Allergien befragt. Wenn Allergien vorhanden sind, so sollte die Kundin/der Kunde unbedingt den Allergieausweis vorlegen. Um eine Allergie ausschliessen zu können, kann gern ein Allergietest durchgeführt werden. Weitere Fragen nach verschiedenen Krankheiten (Hepatitis, HIV, Herpes, Diabetes, Bluterkrankheit etc.) sind Routine, um Kontraindikationen wie zum Beispiel eine bestehende Schwangerschaft oder eine Chemotherapie auszuschliessen. Auch Hautveränderungen wie Muttermale, Warzen, Herpes, Entzündungen, Neurodermitis etc. dürfen nicht pigmentiert werden. Insbesondere werden Kundinnen und Kunden mit Herpesanfälligkeit über eine Herpesprophylaxe aufgeklärt. In diesem Fall ist drei Tage vor und fünf Tage nach der Behandlung prophylaktisch ein Herpespräparat einzunehmen. Eine Lippenpigmentierung kann den Ausbruch eines Herpes fördern. Dies sollte unbedingt vermieden werden, da das Gewebe an den befallenen Stellen vernarbt und die Farbe unregelmässig angenommen oder aus dem Körper gespült wird. In diesem Fall werden mehrere Nacharbeiten nötig sein, um ein schönes Ergebnis zu erzielen.


Was ist vor der Behandlung zu beachten?
Die Kundin/der Kunde sollte vor der Behandlung auf bestimmte Handlungen verzichten. Mindestens 72 Stunden vorher dürfen keine blutverdünnenden Medikamente (z. B. Aspirin) eingenommen werden. Auch das Färben von Wimpern und Augenbrauen sollte vor einer Pigmentierung an der entsprechenden Zone mehrere Tage zurückliegen.